Der kleine Junge

Der folgende Text entstammt einem Nachrichtenwechsel zwischen mir und einer sehr guten Freundin, die unter Panikattacken – vor allem in der Öffentlichkeit – leidet. Ich möchte ihn nicht weiter kommentieren, nur eine Sache sei gesagt: die Kindergärtnerin war zwar etwas verwirrt, wurde aber über die Situation aufgeklärt.

Und nun etwas, das eine andere Freundin von mir ihren „Marmeladenglas-Moment“ nennen würde.

„Kinder sind wirklich so toll!

Panikattacke. Ein Stück neben mir eine Kindergartengruppe. Ein kleiner Junge guckt mich an und meint: »Du siehst traurig aus! Komm, gib mir die Hand, dann können wir in einer Reihe laufen.« Die waren halt davor in einer Dreier-Reihe. Ich hatte mich in kürzester Zeit wieder beruhigt.

Der Kleine hat mich dann auch gefragt, warum ich traurig bin. Und dann hab ich ihm gesagt, dass ich manchmal Angst habe, wenn zu viele Menschen um mich herum sind. Und dann hat er gesagt, dass ihm Erwachsene auch manchmal Angst machen und ich aber jetzt gar keine Angst mehr haben muss, weil die Kinder aus seiner Gruppe alle gaaanz nett sind.“

Der Junge hat dann noch „von seiner Mama und seinen Geschwistern erzählt. Und dass sie auf dem Spielplatz waren und was sie immer so im Kindergarten machen und all so was. Und hat mich nach meinem Namen gefragt und nach meiner Familie und was ich mache und so.“

Zuletzt hat die Erzählerin dieser kleinen Geschichte der Kindergärtnerin noch geholfen, alle Kinder sicher in die Straßenbahn zu verladen.

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