Die Neujahrsansprache der Queen

Werte Damen und Herren, verehrtes Publikum –

Ich kann mit Fug und Recht behaupten: es war ein turbulentes Jahr 2016. Sowohl in persönlicher als auch in politischer und medialer Hinsicht gab es manches, worüber man sich ärgern, freuen, aufregen oder bekümmern konnte. Angefangen mit der Silvesternacht in Köln (ein Ereignis, das unter anderen Katastrophenmeldungen längst in der Versenkung verschwand), über sterbende Berühmtheiten, Flüchtlinge, Brexit, Trump bis hin zu einem LKW in Berlin. Gab’s eigentlich auch ein paar positive Meldungen?

Klar. Redet nur keiner drüber.

Zugegeben, ich musste auch erstmal scharf nachdenken. Und hab dann mal Onkel Google gefragt: tatsächlich hat zum Beispiel die tz eine zwar recht unspannende, aber nichtsdestotrotz lobenswerte Sammlung von zweiundzwanzig positiven Nachrichten zusammengestellt. Einiges davon sind Sportereignisse, manches kleine, scheinbar nebensächliche Vorkommnisse. Die Iren werden angesprochen (EM und so, Sie wissen schon). Und hey, YouTube und die GEMA haben sich geeinigt! Das erwähnt auch die taz auf ihrer Internetseite, und steuert außerdem ein paar Zahlen über Umwelt und Menschenleben bei.

Ich finde es bemerkenswert, dass sich offenbar mehrere Internet-Portale berufen fühlen, das Positive im Unglücksjahr 2016 zu sehen. Und da ich bekanntermaßen zum Pessimismus neige, möchte ich in meiner diesjährigen Neujahrsansprache ein paar Dinge nennen, die für mich persönlich GUT waren.

  1. In meiner Familie wurde in diesem Jahr Nachwuchs geboren.
  2. Ich habe einen ganz wunderbaren Menschen kennengelernt, der mir sehr wichtig geworden ist.
  3. Ich habe eine wunderschöne neue Wohnung beziehen können.
  4. Ich habe eine Ausbildung anfangen können und tolle Leute kennengelernt.
  5. GEMA und YouTube.
  6. Die Nintendo Switch wurde angekündigt.
  7. Das neuste Legend of Zelda wird noch weiter nach hinten verschoben – aber was lange währt, wird endlich gut.
  8. Ich hatte ein erstes „Engagement“ als Solistin.
  9. Ich bin weder auf der Flucht, noch leide ich Hunger oder an einer unheilbaren Krankheit.

Halten Sie den Schluss ruhig für pathetisch, es schadet trotzdem nicht, sich solche kleinen Selbstverständlichkeiten ab und zu vor Augen zu führen.

Ich wünschen Ihnen ein schönes, gesundes, erfolgreiches und vor allen Dingen ereignisreiches neues Jahr,

Ihre

Queen Pussel

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