Aktualisieren und neu starten

Gestern oder vorgestern hat mein Rechner sich die Zeit genommen, neue Updates runterzuladen und zu installieren. Jetzt kann ich kleine Veränderungen beobachten, von denen manche ganz praktisch sind, andere ein bisschen nervig (Die Minimalgröße meiner Notizzettel auf dem Desktop ist größer geworden! Jetzt muss ich da alles umstrukturieren!). Die meisten Neuerungen habe ich vermutlich nicht einmal bemerkt.

Nun, das menschliche Gehirn wird oft (und meiner Meinung nach zutreffend) mit einem Computer verglichen. In den letzten Wochen und Monaten habe ich das getan, was jeder Rechner ab und zu braucht: aktualisieren und neu starten. Sie werden bemerkt haben, dass ich meinen Spielplatz königlicher Gedanken habe verwaisen lassen, wenn Sie mich privat kennen, wird Ihnen vielleicht auch meine Abwesenheit bei facebook aufgefallen sein. Das war gar nicht so schwer, wie es den jungen Internetsüchtigen immer vorgeworfen wird. Und es tat verdammt gut.

Anfang August habe ich – um mal aus dem Nähkästchen zu plaudern (ich liebe solche Redewendungen!) – eine Ausbildung als Pharmazeutisch Technische Assistentin begonnen, die mich nun zweieinhalb Jahre lang beschäftigen wird. Vorbei ist die Phase des Müßigganges, ich habe endlich wieder einen geregelten Tagesablauf und eine Aufgabe. Angesichts dieser tiefgreifenden Veränderung habe ich mit meiner besseren Hälfte beschlossen, den Neustart perfekt zu machen und umzuziehen. Ich habe in unserer alten Wohnung fünf Jahre gelebt, habe viele gute Erinnerungen gesammelt (so kitschig das klingt) und bin dennoch heilfroh, endlich aus meiner Studierbude raus zu sein. Unser neues Hauptquartier hat weiße Wände (nicht dunkelrot, nicht orange, nicht abgeblättert – weiß), sogar Tapete, sie liegt ruhiger und grüner. Auch ein bisschen weiter ab vom Schuss, aber das macht nichts, denn der nächste Supermarkt ist nur 500 Meter entfernt und auch einen Buchladen gibt’s ganz in der Nähe. Außerdem ist der Tierarzt jetzt näher.

Zum Update gehört es oft auch, altes von der Festplatte zu löschen – weg mit dem wackligen Kleiderschrank, der keinen Umzug mehr überstünde, hinfort mit der Küche, die für meinen Chefkoch langsam zu klein wurde. Neue Möbel machen eine Menge aus. Neue Raumaufteilung. Eine andere Aussicht. Gefühlt viel mehr Platz. Und endlich selbst gekaufte Lampen.

In den letzten Wochen habe ich also bei 37°C einen Umzug vom fünften in den fünften Stock gemanagt, in einem bis auf die Matratzen leeren Zimmer geschlafen, zwischen Kartons auf dem Fußboden sitzend Skyrim gespielt, von Mikrowellenfutter gelebt, einen Großeinkauf in Irgendeinem Kaufmännischen EinkaufsArsenal gestartet, gefühlte tausend Schrauben gedreht, zwischendurch Lateinvokabeln gelernt, einen Kratzbaum durch die Gegend getragen und mich in dem sonnigen Gefühl gebadet, endlich eine wirklich richtig komplett und absolut eigene Wohnung zu haben.

Der langen Rede kurzer Sinn: in meinem Leben hat sich eine Menge geändert. Das wird natürlich in nächster Zeit noch ziemlich enorme Auswirkungen auf mein Schreiben haben, denn im Moment fehlt sie mir, die Zeit. Ich habe auf so ziemlich jedes Manuskript Lust, an dem ich arbeiten könnte. Das liegt auch daran, dass ich jetzt eine neue Arbeitsumgebung habe, mit anderen und besseren Verstaumöglichkeiten für alle Materialien, die ich so habe: Hefter, Ordner, Karten, Bücher …

Um dem frischen Wind Ausdruck zu geben, werde ich auch das Blogdesign etwas verändern. Grundsätzlich bin ich ja ein Gewohnheitstier, daher wird es wird es hauptsächlich eine optische Neuorientierung geben. Mehr aus Prinzip, als weil mir das alte Design nicht gefiele. Und dann schaue ich mal, wie es mit dem Schreiben weitergeht. Worüber man sprechen kann. Wo eigentlich Colin steckt. Und das Mädchen und ihr Ungeheuer. Ach, und ich habe noch eine Kurzgeschichte, die ich unbedingt hier veröffentlichen will (nachdem sie ohnehin bereits im Internet ist).

Ich freue mich auf Ihre Neugier, Ihre Kommentare und meinen eigenen Spaß an der Sache.

Seien Sie herzlich gegrüßt

von Ihrer

Queen Pussel

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