Gott & der Psychiater

Stellen Sie sich vor, Sie sind Psychiater, Ihre Ehefrau hat sie verlassen, Ihre Praxis läuft mies und dann bekommen Sie noch was auf die Nase und landen im Krankenhaus. Und dann taucht da dieser Zirkus-Clown auf, der sich Abel nennt und sich für Gott hält.

Und Gott sprach: Wir müssen reden!

Autor – Hans Rath

Originalsprache – Deutsch

Erscheinungsjahr – 2013

Seiten – 270

Verlag – Rowohlt Taschenbuch Verlag

Damit hat man Raths Buch eigentlich ganz gut zusammengefasst. Gott bezahlt Jakob (unseren glücklosen Psychiater) für eine Therapie, denn er hat das Gefühl, vieles falsch gemacht zu haben: die Menschen führen Kriege, morden, und glauben dabei nicht mal mehr an ihn. All die Jahrtausende, bis das Wunderwerk geschaffen war, und dann so eine Enttäuschung! Da kann man auch als Gott schon mal eine Persönlichkeitskrise durchmachen.

Aber, wie sollte es anders sein, am Ende ist nicht ganz klar, wer eigentlich wem geholfen hat. Sie merken vielleicht: ich halte das Buch für vorhersehbar. Es ist keine bahnbrechende Neuheit auf dem Gebiet der Gott-als-Mensch-Literatur, nicht einmal besonders hervorstechend. Trotzdem ist es witzig und warmherzig, leichte Lektüre zum Schmunzeln und Nachdenken über das, was Gott ausmacht, ausmachen sollte oder ausmachen könnte. Wenn sich Rath dabei einiger Klischees bedient (dem Mann ist die Frau weggelaufen und sein Job ist futsch), dient das nur der Aussage des Buches (wie sie sich mir erschließt): Wir alle machen unsere Krisen durch, aber hinter dem meisten steckt bestimmt irgendein Sinn.

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