KING – Sunset

Bei vielem im Leben mag es sich wie mit dem Fahrradfahren verhalten, aber das Schreiben von Kurzgeschichten gehört nicht dazu.

Die in diesem Band enthaltenen Kurzgeschichten – Dreizehn an der Zahl, eine Unglückszahl – entstanden den Worten des Autors zufolge zumeist über einen Zeitraum von knapp zwei Jahren und spiegeln deswegen kaum eine irgendwie geartete Entwicklung wider. Vielmehr zeigen sie vielleicht eine Palette seines Könnens, und ich wäre ein schlechter Fan, wenn ich nicht auch zugeben würde, dass manche dieser Geschichten eher mäßig gut sind. Keine davon ist wirklich schlecht, aber sie sind auch bei weitem nicht alle herausragend genial.

Im Nachwort gibt es ein paar Erläuterungen zu den Geschichten, in denen deutlich wird, dass manche der Werke eine Annäherung an ein neues Thema sind, was ihre Unvollkommenheit hinreichend erklären mag.

Sollte ich sagen, welche Geschichte mir am besten gefallen hat, würde ich vermutlich antworten: Die erste. »Willa«. Wobei »N.« auch ziemlich cool ist. Mit »Abschlusstag« konnte ich dagegen eher wenig anfangen.

Insgesamt zählt Sunset nicht zu seinen besten Sachen, aber einem Viel-King-Leser würde ich es empfehlen. Für einen Einstieg wäre es dagegen ungeeignet, weil es meiner Meinung nach einen Kingschen Eindruck vermittelt, der nicht in seinem Sinne sein kann.

Sunset

Originaltitel – Just After Sunset

Autor – Stephen King

Originalsprache – Englisch

Übersetzer – W. Bergner, K.-H. Ebnet, S. Lohmann, F. Mader, H. Riffel

Erscheinungsjahr – 2008

Seiten – 468

Verlag – Wilhelm Heyne Verlag München

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