Ladehemmung

Nach anderthalbwöchigem Urlaub bei einer Familie, die mit einer kleinen Tochter gesegnet ist, hätte ich nunmehr zu Hause die Ruhe und Gelegenheit, mich an den Computer zu setzen und die Finger fliegen zu lassen. Stattdessen helfe ich dieser Tage bei einem Umzug, bastle an kleinen Büchern (für mich selbst), lese Stephen King und erledigt, was eben so ansteht – aber von kreativen Ergüssen in Form geschriebener Sätze keine Spur.

Dabei mangelt es nicht an Ideen, Plänen und Möglichkeiten. Wenn ich wollte, könnte ich drei Manuskripte gleichzeitig bearbeiten, eines mit mehr Enthusiasmus als das vorherige. Was fehlt, ist die Neigung, still vor der Tatstatur zu sitzen und sich jeden Satz zweimal zu überlegen (was eine maßlos übertriebene Formulierung darstellt). Ich bezeichne diesen Zustand als Ladehemmung. (Und nicht als Schreibblockade, denn das ist ein ganz anderes Kaliber.)

Solche Hemmungen treten ein paarmal im Jahr auf und gehören dazu. Müsste ich mit dem Schreiben meine Brötchen verdienen, würde ich mich zur Tastatur zwingen und hätte damit wahrscheinlich Erfolg. All diese kreativen Gedanken sind da, sie wollen eben nur noch nicht raus. Stephen King würde vielleicht sagen: Der Zeitpunkt ist noch nicht gekommen.

Also beschäftige ich mich mit anderen Dingen, wie eben dem Basteln, und warte geduldig, bis es mich wieder genügend in den Fingern juckt. Darunter »leidet« zwar auch mein Blog, aber hey, Sie wollen doch wissen, wie das Leben eines Hobby-Autoren sein kann – bitte schön, da haben Sie es: Ich hab keene Böcke. Oder feiner ausgedrückt: Ladehemmung.

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