Die hohe Kunst des richtigen Moments

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Eine ganze Menge Geschichten sind in Bücher, Teile, Kapitel und / oder Unterkapitel eingeteilt und nicht immer ist es einfach, dabei das rechte Maß zu finden. Je nach Erzählweise, Länge der Handlung, Genre und anderen individuellen Eigenschaften ist die Einteilung unterschiedlich sinnvoll. Was in einem Text der Strukturierung dient, kann in einem anderen gänzlich unverständlich sein.

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Jeder Autor hat dabei eigene Vorstellungen. Kapitel sind stark verbreitet (das ist zumindest meine Erfahrung), Teile häufig in der Fantasy-Literatur zu finden. (Auch Buch-Reihen sind übrigens meines Erachtens meist bei Fantasy zu finden.) Einem Kapitel durch zusätzliche Nummerierung noch einmal Unterkapitel zuzuweisen, ist mir hauptsächlich durch Stephen King untergekommen, das Prinzip mag aber auch bei anderen Autoren Anwendung finden.

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Übrigens ist es völlig dem Autor überlassen, wie lang ein Kapitel zu sein hat – mag diese Tatsache auch manchmal schwer verdaulich sein (für Leser und Schreiber gleichermaßen).

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Bei der Vergabe von Namen scheiden sich die Geister. Ich kenne sowohl aus der Namenlosen als auch aus der Benannten Gruppe viele Beispiele. Letztere greift manchmal etwas daneben, wenn es um den Spannungsaufbau mittels Überschriften geht, aber wer bin ich, da Kritik zu üben, wo ich selbst noch lerne.

Generell sind Kapitelüberschriften stark Story-abhängig. Woah, mutige These, nicht wahr? Nun, bei einem Krimi wären sie doch ziemlich kontraproduktiv. (Beispiel: Kapitel 48: Der Mörder). Phantastische Geschichten bieten da schon mehr kreative Möglichkeiten. Erfahrungsgeschichten warten oft mit nicht direkt aufeinanderfolgenden Geschehnissen auf, auch hier also Nutzen für Überschriften und Inhaltsverzeichnis.

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Wer auf andere schaut, soll bei sich selbst beginnen. Ich stelle mich dreist ans Ende.

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Kapitel verwende ich immer. Ist praktischer.

Ebenso bestehen die meisten meiner längeren Werke auch aus mehreren Teilen, stellenweise ohne konkreten Grund, einfach aus einer Vorliebe heraus. Einem solchen gebe ich grundsätzlich auch einen Namen, den Kapiteln schon seltener.

Letztens erst fiel mir auf, dass ich meistens einen Prolog an den Anfang stelle. Das ist eine (schlechte) Angewohnheit, der ich schärfer auf die Finger schauen muss, denn nicht immer ist das, was ich als Prolog bezeichne, tatsächlich per Definition einer. Mit den Epilogen bin ich vorsichtiger.

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Toll ist, dass man bei der Einteilung an sich erst mal nicht viel falsch machen kann, so man nicht

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mitten im Satz das Kapitel wechselt. Der Leser wird vielleicht nicht immer verstehen, warum gerade jetzt der richtige Moment für einen Wechsel ist, aber in den seltensten Fällen wird er sich darüber beim Autor beschweren. Das sagt mir meine Erfahrung.

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