KING – Mr. Mercedes

Kann Spuren von Spoilern enthalten!

Beginnen möchte ich die Rezensionsreihe zu Ehren des Master of Horror mit einem der neueren Bücher, wenn es auch schon längst nicht mehr DAS Neuste ist (bei King geht das bekanntermaßen schnell vorüber). Betrachtet man die letzten paar Jahre, ist es eines seiner besten Werke, zumindest in meinen Augen. An dieser Stelle sei also noch einmal der Form halber erwähnt: Rezensionen sind Meinungen und vielleicht wird diese Reihe stellenweise dem Begriff Rezension gar nicht gerecht werden, daher ignorieren Sie bitte die Spoiler-Warnung nicht. Man kann nie wissen, was einen erwartet.

Also. Hier die Fakten:

Mr. Mercedes

Originaltitel – Mr. Mercedes

Autor – Stephen King

Originalsprache – Amerikanisch (Englisch)

Übersetzer – Bernhard Kleinschmidt

Erscheinungsjahr – 2014

Seiten – 590

Verlag – Wilhelm Heyne Verlag München

Handlungsort ist eine amerikanische Stadt des Mittelwestens, zur Abwechslung mal eine große. Hunderte Menschen versammeln sich vor dem City-Center, um auf die Öffnung der Jobbörse zu warten. In den frühen Morgenstunden kommt ein grauer Mercedes Benz daher und rast mitten in diese Menschenmasse hinein, reißt Arme ab, überfährt Menschen, zerquetscht Menschen – man könnte fast sagen, King habe den Höhepunkt des Buches direkt an den Anfang gesetzt.

Zeitsprung. Wir lernen Bill Hodges kennen, einen anfänglich gar nicht so sympathischen Detective im Ruhestand. Er konnte den Killer (den Mr. Mercedes) damals nicht dingfest machen, aber dieser ködert ihn mit einem Brief, lockt ihn, hält ihm das rote Tuch hin.

Soweit klingt das alles nach einer nicht wahnsinnig innovativen Story. Aber King wäre nicht King, wenn er nicht einen spannenden Kniff einbauen würde: Wir lernen nicht nur Bill Hodges kennen, sondern auch Brady – womit wir zwischen den Stühlen stehen und das Geschehen aus der Sicht des Jägers und des Gejagten erfahren.

Sollte man nicht meinen, ein Krimi wäre langweilig, wenn man den Täter schon kennt? Ja, in vielen Fällen wäre das so, aber King schafft es wieder einmal, die menschliche Psyche derart geschickt auszuleuchten, dass es eben doch spannend bleibt.

In diesem Sinne: Prädikat Besonders Wertvoll.

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