10 Dinge, die Sie nicht glauben sollten

1. Ich mag solche Listen.

Nein. Einfach nein. Ich finde derartige Listen doof, weil sie meistens viel zu stark vereinfachen und verallgemeinern. Außer dieser Liste hier – die spiegelt von Anfang an nur eine Meinung wieder, will auch gar nichts anderes tun und dient überhaupt eigentlich nur einem Gedanken, der mir mitten in der Nacht kam und an dem ich Sie teilhaben lassen will.

2. Sudokus sind langweilig.

Während meiner Schulzeit habe ich eine Menge Sudokus gemacht. So in den letzten zwei Jahren. Im Mathe-Unterricht (versteckt), im Biologie-Unterricht (versteckt) und im Deutsch-Unterricht (manchmal ganz offen, während alle anderen über ein Thema diskutierten, zu dem ich meine Meinung bereits zum Ausdruck gebracht hatte). Auch jetzt noch liebe ich diese Dinger. Mein Freund hat mir zum Geburtstag ein Sudoku-Buch mit über 550 Rätseln geschenkt!

3. Die Zeit ist als Student ist die tollste Zeit des Lebens.

Hm, also das ist eine Aussage, die ich sehr oft gehört habe, wenn es in der Schule um Orientierung ging. Student sein sei toll, die geilste Zeit überhaupt und so weiter und so fort. Naja, irgendwie kann ich das nicht so richtig unterschreiben. Es ist sicherlich cool, weil man so unabhängig ist und immerhin gut drei Monate im Jahr Urlaub hat – aber das Studieren an sich ist eine Sache, für die man offenbar geschaffen sein muss. Wenn man gern Party machen geht, ist all die Freizeit toll, aber wenn man eher der Bücherwurm ist, kann zu viel Freizeit auch mal ein Eigentor sein. Fazit: Diese Aussage ist nicht haltbar.

(Als Schüler habe ich das wirklich geglaubt – Student sein ist pauschal erst mal immer geil, wenn man nicht grad in der Vorlesehung sitzt und das Thermometer mehr als dreißig Grad misst.)

4. Schriftsteller sind einsame Einzelgänger.

Liest man oft – ist ein Beispiel für diese 10 Dinge, die Sie über Schriftsteller wissen sollten-Mythen – und ist mit Sicherheit in vielen Fällen Schwachsinn. Natürlich arbeitet ein Schriftsteller meistens irgendwie für sich (unabhängig davon, ob er in seinem stillen Kämmerlein oder in einem vollbesetzten Cafe hockt), aber das muss ihn ja noch lange nicht zum Geht-mir-alle-aus-den-Augen-ihr-nervigen-Menschen-Typ machen. Für einen Künstler ist es sinnvoll, sich unters Volk zu mischen. Das kann Seinesgleichen sein, mit dem er dann fachsimpelt oder die neusten Moden und Tricks austauscht, oder eben eine ganz andere Szene, damit er mal den Kopf freibekommt. Oder Recherche betreiben kann – aber das wäre ein Thema für sich.

5. Schildkröten sind langsam.

Als Besitzerin zweier dieser Exemplare kann ich sagen: Joa, Schildkröten sind keine Rennmäuse, aber deswegen sind sie noch lange nicht langsam. Sie sind keine Schnecken, man kann ihnen durchaus zusehen, wie sie sich gegenseitig durchs Wohnzimmer jagen und dabei eine schöne Schmutzspur Erde hinterlassen. Damit sind sie immer noch langsamer als Menschen – aber hey, sie müssen ja schließlich auch die ganze Zeit einen Panzer mit sich herumtragen.

6. Stephen King ist ein Horror-Schriftsteller.

Genaugenommen ist er der Horror-Schriftsteller schlechthin. Der King of Horror. Das Problem ist nur, dass ein ziemlich großer Teil seines Werkes gar nicht in die Rubrik Horror fällt. Sein größtes Werk (mal rein vom Umfang gesprochen), Der dunkle Turm, ist eine Mischung aus Western, Abenteuer, Science-Fiction, Liebe und was weiß ich nicht noch – aber nur zu einem sehr geringen Teil tatsächlich Horror.

Der Anschlag (2011) ist eine Art Historien-Krimi, wenn man so will, aber kein Horror. Mr. Mercedes (2014) ist mysteriös, spannend, psychologisch, stellenweise düster – aber nicht unbedingt Horror. Selbst Shining (1977) ist nur teilweise ein Horror-Buch, denn neben den unbestreitbar beängstigenden Elementen geht es auch um ein zerbröckelndes Familienleben, um Emotionen und Ängste.

Der King of Horror hat sogar Fantasy geschrieben, nämlich Die Augen des Drachen (1987). Er ist ein Künstler und auf seiner Palette finden sich viele Farben – um ein Zitat zu bringen, dessen Ursprung mir leider nicht geläufig ist. (Wenn Sie können, dürfen Sie mir gern auf die Sprünge helfen.)

7. Überschriften.

Und damit kommen wir zum eigentlichen Gag dieses Textes. Ich glaube, ich erwähnte an anderer Stelle bereits, dass meine Überschriftenwahl nicht immer für den Leser nachvollziehbar erscheint. Seien Sie versichert – hierbei handelt es sich nur um einen ziemlich schlechten Witz.

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