Über Musik

Ich habe über die Rolle des Lesens und des Schreibens geschrieben, da fehlte zur Vervollständigung der Reihe nun noch das eine, die Musik. Als aktives Chormitglied komme ich in den Genuss, selbst Musik machen zu dürfen, auch wenn ich leider ziemlich ungeeignet bin, ein Instrument zu lernen (was mich nicht davon abhalten wird, irgendwann Klavierspielen zu lernen, auch wenn das das Klischee-Instrument für jemanden ist, der bis dato kein Instrument spielen konnte … aber das ist irgendwie ein anderes Thema). Ich bin in einer musikalischen Familie aufgewachsen und kann mir nicht vorstellen, auf Musik in irgendeiner Form zu verzichten. Meine Kinder sollen (irgendwann mal) mit Gute-Nacht-Liedern und Liedern unterm Tannenbaum und fröhlichen Geburtstagsliedern aufwachsen.

Aber während des Schreibens singt es sich so schlecht. Frauen sind ja dem Volksmund nach multitaskingfähig, aber mir sind da deutliche Grenzen gesetzt – gleichzeitig Tippen, Denken und Singen geht nicht. Deswegen läuft gerade Linkin Park. Da kann ich sogar manchmal ein bisschen mitsummen.

Meistens richtet sich die Musik nach dem, was ich gerade bearbeite. Wenn ich an einem Fantasy-Manuskript sitze, höre ich oft Musicals oder den Soundtrack eines guten Animes, wohingegen in der (mehr oder weniger) realen Welt spielende Geschichten eher von Metal oder Rock begleitet werden. An dieser Stelle sei gesagt, dass ich ziemlich schlecht im Einordnen von Genres bin – sind die Ärzte nun Punk oder Pop oder was? Aber das macht nix, die Ärzte hab ich eh lange nicht mehr gehört.

Es gibt aber auch Tage oder bestimmte Szenen, bei denen ich Ruhe brauche. Eine traurige Szene schreibt sich schlechter, wenn im Hintergrund Ich will jetzt gleich König sein (König der Löwen) läuft, und man kann einfach keinen guten Sex beschreiben, wenn man dazu Bodo Wartke zu laufen hat. Auf der anderen Seite habe ich Manuskripte, bei der einfach nur eine bestimmte Band laufen muss (beispielsweise in einem Fall die beiden Lieblingsbands der Hauptcharaktere), unabhängig von der Stimmung der Lieder.

Und dann gibt’s noch die Tage, an denen ich Für Elise, den orchestrierten Zelda-Soundtrack und Ave Maria höre. Dazu schreibe ich dann am besten Kurzgeschichten oder schlechte Gedichte. Oder Regelwerke. Oder Blog-Beiträge. Oder ich male Mandalas aus. Oh, jetzt wird’s peinlich. Ähm, in diesem Sinne wünsche ich Ihnen noch einen fröhlichen Tag – setzen Sie Kopfhörer auf (wenn Sie auch in einem Mehrfamilienhaus wohnen), drehen Sie die Musik laut und denken Sie an mich, bevor Sie an etwas anderes Schönes denken!

Werbeanzeigen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s