Das erste Kapitel

Hm, wo fange ich an? Ach ja! Über … Hobbits …

(Aus dem Film »Der Herr der Ringe« von Peter Jackson)

Jede Geschichte beginnt mit ihrem Anfang.

Meine begann im Juli 1993, und die Geschichte dieses Blogs beginnt am 01. Mai 2015 – aber irgendwie liegt der Anfang gleichzeitig schon viel weiter zurück, in beiden Fällen. Jede Internetseite hat ihren Ursprung in den Fingerspitzen ihres Programmierers, jeder von mir geschriebene Satz hat den seinen in meinen Denkmustern und meiner Fähigkeit zu sprechen. Mein Leben begann – ach, nein, diese Ebene der Philosophie lassen wir lieber unangetastet. Man verzettelt sich dort so leicht.

Also der Anfang. Ja … wo fange ich an? – Nun, am besten, man beginnt nicht mit sich selbst. Das nimmt so viel Spannung. Also ein Handlungsschauplatz, eine Höhle, in die man kriechen kann.

Meine Höhle hat vier Wände und ein leider durch und durch eckiges Fenster. Sie besitzt einige Bücherregale und zwei Schreibtische. Drum herum steht das, was ich in Ermangelung eines besseren Wortes am liebsten Zeug nenne. Und das Terrarium. Das ist kein Zeug.

In jenem rechteckigen Ding wohnen die beiden Helden Muschu und Atréju. Sie sind vier Jahre alt und schwul. Manchmal können sie einem auf die Nerven gehen, aber meistens sitzen sie in ihrer Futterschale oder im Schein ihrer künstlichen Sonne und chillen. Sie sind ziemlich faul … aber dafür machen sie auch nicht so viel Dreck.

Haken wir diesen Punkt ab. Ich bin kein Freund von langweiligen Beschreibungen, die der Phantasie die Arbeit wegnehmen. Naja, jedenfalls nicht immer. Erwähnte ich schon irgendwo, dass ich launisch bin?

Sicher warten Sie immer noch darauf, dass ich Ihnen endlich erkläre, was eigentlich Regenbogenscherben sind. (Nicht? Kommen Sie – das war so eine schöne Überleitung. Also tun Sie mir den Gefallen, ja? Danke!)

Im Grunde ist es ganz einfach, aber irgendwie auch ein bisschen kompliziert. Also: In jedem Menschen gibt es einen Regenbogen, der nicht nur seine grundlegenden Emotionen sondern auch das seelische (und eben emotionale) Gleichgewicht darstellt. Ist eine Emotion über- oder unterbetont, so wird die Farbe im Regenbogen entsprechend kräftiger oder schwächer. Diese Theorie entspringt einer meiner ersten Geschichten, deren fertiges Manuskript vorliegt, die aber noch etwas reifen muss.

Aus dieser Idee entspringt der Gedanke, dass ein Mensch sich auch aus Scherben zusammensetzt, die von den Farben des Regenbogens (Sie wissen – dem inneren Gleichgewicht) geprägt sind. Sie stellen Meinungen dar, oder Vorlieben, Gedanken, Ideen, Illusionen, Träume … alles, was Sie gern darstellen wollen.

Die Kategorie Regenbogenscherben könnten Sie, wenn Sie das wollten, übrigens auch einfach Zeug nennen. Das ist immer ein tolles Wort für Dinge, die zu beschreiben einem zu mühselig ist. Finden Sie nicht auch?

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